Donnerstag, 7. Mai 2009

anfängliche Euphorie

Wieso sind wir Menschen (ich spreche hier für mich) so konzipiert, dass wir unheimlich schnell gelangweilt sind? Gibt es einen evolutionären Grund dafür, dass alles was anfänglich einen Anflug von Euphorie in uns auslöst, nach weniger Zeit einen kräftigen Dämpfer erleidet?
Man kennt es ja von frisch Verliebten, die in den ersten Wochen ihres Glücks die Welt durch eine rosarote Brille sehen und dann, sobald einige Zeit verstrichen ist, einen Realitätsschock erleiden und sich denken, sie seien im "Alltag" angelangt.
Bei mir gibt es momentan keinen speziellen Grund, wieso ich an diesen Alltagstrott denken könnte, aber es kam mir dennoch in den Sinn.
Ich komme einfach auf keinen Grund, von dem ich wenigstens sagen könnte, dass dies eine Art Ausgangspunkt für die emotionale Gestörtheit von uns Menschen wäre.
Wir sind doch echt idiotische Geschöpfe, die immer nur auf ihren Vorteil aus sind.

(Ich zähle mich da auch dazu, ich will auch nicht altruistisch denken, aber die Idee von einem "perfekten Menschen" würde altruistisches Gedankengut voraussetzen. Naja. Da muss man mal wieder den unheimlich gelehrten Wesen, die Literatur betreiben Recht geben, in diesem Fall Ayn Rand, die im "Fountainhead" die These aufgestellt hat, die besagt, dass der Mensch egoistisch handeln muss um seine Individualität zu wahren und frei handeln zu können.)

xoxo