Donnerstag, 30. April 2009

Rationalismus trifft subjektive Empfindlichkeit

Gestern... Ich bin nach einem Tag in erstmaliger Freiheit ohne Sytemzwang in Richtung nach Hause gefahren. Hatte also 40Min Zeit mir in der SBahn zu überlegen, was ich zu tun gedenke. Hab also den restlichen Nagellack von den Nägeln gekratzt, nachdem ich schon zwei "entblößte" Nägel hatte und habe dann die Anni nebenbei angerufen.
Ich hab sie abgeholt und wir sind zum Potsdamer Platz gefahren. Dunkin Donuts. -Groooßer Fehler!
Der Kaffee war viel zu süß, der Doughnut ebenfalls und der Brownie tat es dem Rest gleich, wobei der Brownie auch noch viel zu riesig war...!
Naja, der Scheiß lag mir dann noch die ganze Nacht im Magen. Was solls. Man muss auch mal jung und dumm sein, nicht wahr? =]
Jedenfalls, worauf ich eig hinaus will:
Wir sind dann zum Hauptbahnhof gefahren, eig mit der Intention nach Hause zu fahren und dann hat es mich überkommen...
-Ich, die sich so gern rational denkend nennt, oder wenn schon emotional, dann wohl eher wie ein Goethe, als Stürmer und Dränger -impulsiv und voller Tatendrang-, hat ihre, tief in ihr drin schlummernde, ihr doch eigentlich verhasste, romantisch veranlagte subjektive empfindsamkeit entdeckt. Eine EMpfindsamkeit, die von Sehnsucht geprägt ist und eine Melancholie hervorruft.
Ich war ganz erstaunt über mich selbst! Sogar mein, von mir so hoch gepriesener, Tierhass wurde von dieser Gefühlslage aufgehoben... Ich hab mit einer Ente geredet!! -Wie schwachsinnig.
Angefangen hat das ganze am Holocaust Mahnmal, da habe ich (wahrscheinlich wegen des vielen Fressens) ein flaues Gefühl im Magen verspürt und habe mich etwas verloren gefühlt -zu viel nachgedacht. (Wir sind dann noch vom Potsdamer Platz bis zur Friedrichstr gelatscht und mit dem Bus zum Hauptbahnhof und da dann noch an der Spree entlang. Hin zum Kanzleramt und wieder zurück.)
Ganz erstaunt war ich über mich selbst! Sind meine Emotionen jetzt auch "erlöst", nachdem ich aus dem unsichtbaren Kerker des Bildungssystems für die nächste Zeit ausgebrochen bin?
Wer weiß, wer weiß...

Die Natur als Spiegel der Innenwelt... oder zumindest als Auslöser idiotischer irrationaler Emotionen.

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