Sonntag, 30. Mai 2010

heilt zeit alle wunden

Mit Ende des Teenager-Daseins und Anfang des, gesellschaftlich als "Erwachsenen"-Dasein angesehenen, Lebensabschnittes, macht sich in den meisten Menschen, das Bedürfnis nach Unabhängigkeit breit...

Was tun wir jedoch, wenn uns keine Wahl gelassen wird. Zwar behauptet ein jeder, dauerhaft unabhängig von seiner Familie leben zu wollen, allerdings zieht es die meisten, dennoch nicht besonders schnell aus dem wohlbehüteten Haushalt ihrer Eltern.
Zurück zu der vorangegangen Frage:
Was tun also, wenn einem keine Wahl gelassen wird zwischen Selbstständigkeit und unabhängigkeit? Was wenn jemand anderes, als man selbst die Entscheidung für eine festsetzt und man mit einem Mal ganz allein mit Sack und Pack auf der Straße steht?

Was würdest Du tun?

Man kann das Gespräch suchen und versuchen die Sache zu bereinigen, allerdings, wird man in seinem Stolz gekränkt und die eigenen Wertvorstellungen werden von Grund aud auf den Kopf gestellt.
Kann es überhaupt sein, dass ein Elternteil, egal wie gereizt, sein eigenes Kind verstößt und es nicht einmal in Erwägung zieht sich zu melden, es sei denn um dem Kinde zu sagen, es habe nichts mehr in dem -bis dato eigenen- Familienhaushalt verloren?!
Sollte man Zeit verstreichen lassen um die Differenzen zeitgemäß abkühlen zu lassen?
Doch wie lange, ist lang genug?

Kann man so etwas überhaupt verzeihen?
Verzeihen... wahrscheinlich schon, jedoch wird man nie vergessen und den Flecken Hass, den man in seinem Herzen hat wachsen merken, wird man nie wieder richtig los. Denn bei jeder neuen Verstimmung untereinander, falls es überhaupt zu erneutem Kontakt kommen sollte, würde dieses kleine Bisschen Hass, das man in sich führt, auflodern und einen von Innen zerfressen.

Das wars fürs erste.

Donnerstag, 7. Mai 2009

anfängliche Euphorie

Wieso sind wir Menschen (ich spreche hier für mich) so konzipiert, dass wir unheimlich schnell gelangweilt sind? Gibt es einen evolutionären Grund dafür, dass alles was anfänglich einen Anflug von Euphorie in uns auslöst, nach weniger Zeit einen kräftigen Dämpfer erleidet?
Man kennt es ja von frisch Verliebten, die in den ersten Wochen ihres Glücks die Welt durch eine rosarote Brille sehen und dann, sobald einige Zeit verstrichen ist, einen Realitätsschock erleiden und sich denken, sie seien im "Alltag" angelangt.
Bei mir gibt es momentan keinen speziellen Grund, wieso ich an diesen Alltagstrott denken könnte, aber es kam mir dennoch in den Sinn.
Ich komme einfach auf keinen Grund, von dem ich wenigstens sagen könnte, dass dies eine Art Ausgangspunkt für die emotionale Gestörtheit von uns Menschen wäre.
Wir sind doch echt idiotische Geschöpfe, die immer nur auf ihren Vorteil aus sind.

(Ich zähle mich da auch dazu, ich will auch nicht altruistisch denken, aber die Idee von einem "perfekten Menschen" würde altruistisches Gedankengut voraussetzen. Naja. Da muss man mal wieder den unheimlich gelehrten Wesen, die Literatur betreiben Recht geben, in diesem Fall Ayn Rand, die im "Fountainhead" die These aufgestellt hat, die besagt, dass der Mensch egoistisch handeln muss um seine Individualität zu wahren und frei handeln zu können.)

xoxo

Donnerstag, 30. April 2009

Rationalismus trifft subjektive Empfindlichkeit

Gestern... Ich bin nach einem Tag in erstmaliger Freiheit ohne Sytemzwang in Richtung nach Hause gefahren. Hatte also 40Min Zeit mir in der SBahn zu überlegen, was ich zu tun gedenke. Hab also den restlichen Nagellack von den Nägeln gekratzt, nachdem ich schon zwei "entblößte" Nägel hatte und habe dann die Anni nebenbei angerufen.
Ich hab sie abgeholt und wir sind zum Potsdamer Platz gefahren. Dunkin Donuts. -Groooßer Fehler!
Der Kaffee war viel zu süß, der Doughnut ebenfalls und der Brownie tat es dem Rest gleich, wobei der Brownie auch noch viel zu riesig war...!
Naja, der Scheiß lag mir dann noch die ganze Nacht im Magen. Was solls. Man muss auch mal jung und dumm sein, nicht wahr? =]
Jedenfalls, worauf ich eig hinaus will:
Wir sind dann zum Hauptbahnhof gefahren, eig mit der Intention nach Hause zu fahren und dann hat es mich überkommen...
-Ich, die sich so gern rational denkend nennt, oder wenn schon emotional, dann wohl eher wie ein Goethe, als Stürmer und Dränger -impulsiv und voller Tatendrang-, hat ihre, tief in ihr drin schlummernde, ihr doch eigentlich verhasste, romantisch veranlagte subjektive empfindsamkeit entdeckt. Eine EMpfindsamkeit, die von Sehnsucht geprägt ist und eine Melancholie hervorruft.
Ich war ganz erstaunt über mich selbst! Sogar mein, von mir so hoch gepriesener, Tierhass wurde von dieser Gefühlslage aufgehoben... Ich hab mit einer Ente geredet!! -Wie schwachsinnig.
Angefangen hat das ganze am Holocaust Mahnmal, da habe ich (wahrscheinlich wegen des vielen Fressens) ein flaues Gefühl im Magen verspürt und habe mich etwas verloren gefühlt -zu viel nachgedacht. (Wir sind dann noch vom Potsdamer Platz bis zur Friedrichstr gelatscht und mit dem Bus zum Hauptbahnhof und da dann noch an der Spree entlang. Hin zum Kanzleramt und wieder zurück.)
Ganz erstaunt war ich über mich selbst! Sind meine Emotionen jetzt auch "erlöst", nachdem ich aus dem unsichtbaren Kerker des Bildungssystems für die nächste Zeit ausgebrochen bin?
Wer weiß, wer weiß...

Die Natur als Spiegel der Innenwelt... oder zumindest als Auslöser idiotischer irrationaler Emotionen.

Sonntag, 19. April 2009

mythen, mythen, mythen...

Man sagt ja eigentlich, dass man im Schlaf, das was man davor gemacht hat verarbeitet und es wär auch wunderbar, wenn es so wäre... Ich habe gelernt, ja ich habe mich dazu durchgerungen, daher habe ich mich ins bett gesetzt und deutsch gelernt. Dazu muss ich leider beichten, dass ich mit diesem "Lernen" nicht weit gekommen bin, da ich in den vergangenen zwei Tagen immer etwas länger weg war. Ja... so kommt es nun, dass ich beim Lernen eingeschlafen bin und um den Haken zurück zum Anfang zu bekommen: Ich habe durchaus einiges verarbeitet -im Traum-, das mir zuvor zugestoßen ist, und ich könnte mir sowas von in den Arsch beißen, dass ich nicht mehr Initiative gezeigt habe... Aber nun ist es eh zu spät.
Kurze Erläuterung: am Freitag war ich feiern und hab nette Niederländer kennengelernt. Einer dieser vielen Kerle, war besonders nett und "zungenfertig"^^. Ich weiß zwar, wo sie gepennt haben, aber ich bin nicht auf die Idee gekommen, meinen faulen Arsch dahin zu bewegen und Kontakt zu knüpfen. Nein, ich hab heut Nacht um halb 3Uhr morgens überlegt um 10h da anzutanzen, aber doofer Weise, gabs niemanden, der mit mir diesen Weg beschritten hätte, das heißt: es war mir zu blöd alleine da hin zu fahren und auf gut Glück zu versuchen die Guten zu treffen. Jetzt sind meine Gedanken von diesem Abend geprägt und ich hasse mich. Ja, so ist es...
Nun gut, ich geh mich jetzt weiter hassen...

Bis dann. Gut Nächtle!

Freitag, 27. März 2009

bass

Tiefe Männerstimmen...

Ich war ja am Mittwoch bei Franz Ferdinand in der C-Hall und ich bin so hin und weg, von Alex Kapranos' Stimme.
An Ian Curtis kommt er natürlich nicht im Geringsten ran, aber diese Stimme!! OMG.
Der höchst untermalende Aspekt, der noch hinzu kommt, ist, dass er Brite ist. Er ist noch am Leben, anders als Ian.

Ich will nen Kerl um mich rum, der eine tolle tiefe Stimme hat!
JETZT! SOFORT!

:]

Samstag, 21. März 2009

die Welt wird regiert von Penisen...

Es genügt ja nicht, dass männliche Wesen in den meisten Führungspositionen stecken oder den größeren Anteil des Politikgeschehens bilden, NEIN, sie belagern auch die Welt der weiblichen Gedanken.

Es grenzt beinahe an Hausfriedensbruch, der persönlichen Intimssphäre!
Kaum vergesse ich den Stress um meine 5te Prüfungskomponente, sprich erste wahre Abiturprüfung, werden meine Gedanken wieder invasiert von irgendwelchen penisfixierten Ideen. Sowas darf doch einfach nicht sein! Gibt es vielleicht eine Heilmethode dagegen?
Abstinenz ist scheinbar nicht die Lösung... denn nach über einer Woche ist es teilweise noch schlimmer, als sowieso schon.
Mein Kopf ist eine reine Baustelle, ohne jegliche gelüssterfreie Zone.
Heute beispielsweise war der Starbuckskerl die Ursache, die die Gedankenlavine in Bewegung brachte, dann blieb diese irgendwann im Lukas-Tal hängen, nachdem sie die Patrick-Bergstation schnellst beseitigt hatte...
Wieso habe ich mich von dieser unheimlich dummen, kleinen Misssächlichkeit in die Irre leiten lassen?! Oder besser: Wieso musste er mir letzte Woche über den Weg laufen und noch besser aussehen als sonst? Ist es seine Olle, die ihn dazu bringt von innen zu strahlen? Wennn ja bin ich kurz vorm Kotzreiz!! WAAAAAAAAH!

Ich breche hier lieber ab. Meinen Gedanken lasse ich weiteren Freiraum sich auszutoben, allerdings belaste ich euch nicht weiter damit.

Gute Nacht! xx

Montag, 16. März 2009

"couchgeflüster"

Ich bin gerade dabei "Couchgeflüster" zu gucken und ich muss mir eingestehen, dass es Sehnsucht in mir weckt.
Ich hätte auch gerne einen Typen, der unheimlich gut aussieht, kultiviert ist und mit dem ich unheimlich tolle Sachen unternehmen kann... Sei es in Ausstellungen gehen, gut essen oder, dass er für mich kocht, verreisen, tiefsinnige Gespräche führen (natürlich auch guter Sex...) und anderes. Dabei hätte ich aber auch lieber, dass er älter ist und mir "seine Welt" versucht näher zu bringen, andersrum hat es auch seinen Reiz, allerdings bin ich der Meinung, dass ich eigentlich noch zu jung dafür bin, mir einen jüngeren Kerl zu halten.

Ich weiß, ich könnte mich mit dem zufrieden geben, was ich habe, allerdings ist es nicht annähernd so erfüllend, wie die Vorstellung von jemandem ansatzweise perfekten...
Wer weiß, was die Zeit nach dem Abi bringt.

Man bleibt gespannt. Gute Nacht.
Ich gucke nun den Film weiter =]