Momentan ist Henryk M. Broders "Kritik der reinen Toleranz" ein recht aktuelles Thema... Ich teile durchaus seine Meinung, dass wir immer behaupten tolerant sein zu müssen und uns selbst dabei völlig außer Acht lassen. Wir verstellen uns nur um nicht als "Antis" dargestellt zu werden. Ob das jetzt mit der Geschichte Deutschlands zusammen hängt, oder persönlichen Motiven, weil man es für richtig hält, oder Ähnlichem.. ich gebe gerne zu "anti" zu sein. Wieso müssen wir so tun, als seien wir allem gegenüber tolerant? Weil die Gesellschaft es so will? Da sind wir dann auch wieder beim Nationalsozialismus: ein Staat voller Mitläufer, weil es ja so viel einfacher ist die Gedanken von jemand anderem zu übernehmen, anstatt selber über seine Ideale nachzudenken.[Tut mir leid, dass ich diesen Vergleich ansetze, aber es bestehen gewisse Parallelen.]
Ich musste das momentan nur loswerden, da ich es schrecklich finde, wenn Menschen immer so tun, als seien sie die tolerantesten Wesen der Welt. Man sollte dazu stehen, Vorurteile zu haben. Ich sage allerdings nicht, dass man seine Vorurteile ausleben sollte. Ich finde Rassismus und ähnliches abwertend, jedoch sollte man sich selbst treu bleiben und nicht versuchen sich dem Denkmuster anderer anzupassen.
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